Sonntag, 26. Juli 2015

Drei Haselnüsse...

Hallo ihr Lieben!

Nein, wir machen jetzt keinen Sprung in der Jahreszeit - auch wenn wir in den vergangenen Tagen richtig warme Novembertage hatten. Und damit ist das Gemecker über das Wetter auch schon wieder beendet.
Den ganzen Schnulli von Zeitmangel und Leben 1.0 hake ich auch ab. Ihr habt ja selbst gesehen, dass sich hier nichts getan hat und ich auch mit Kommentaren recht sparsam war.
Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich auch über eine Sommerpause nachgedacht, aber ich habe doch noch so das eine oder andere, was euch gerade zu dieser Zeit interessieren könnte.

So, jetzt aber genug dazu! Eigentlich wollte ich euch erst mal einen herzlichen Dank sagen für all eure lieben Worte, auch wenn ich es diesmal nicht geschafft habe, sie alle persönlich zu beantworten.
Unglaublich, wie viele von euch schon in Dresden waren. Daher habe ich beschlossen, noch schnell (hahaha) einen Post nachzulegen. Damit kann die liebe Yvonne vielleicht ihrem Göttergatten eine Reise noch schmackhafter machen. (Und auf dem Weg nach Dresden könntet ihr doch eigentlich eine Pause im wunderschönen Hannover machen!)

Beim Dresdenbesuch hatte für mich in diesem Jahr auch ein Besuch in Schloss Moritzburg oberste Priorität.
Und damit dürfte sich Kennern auch der Posttitel erschließen, denn Schloss Moritzburg ist die Kulisse von "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel".
Es ist so zauberhaft dort. Und wenn man so charmant einen an der Murmel und eine blühende Phantasie hat, dann spielt im Kopf während des Besuchs die Titelmelodie in Endlosschleife :-)
Es gibt Schlimmeres, dass einem passieren könnte :-)

Leider war das Wetter nicht so toll und am Nachmittag zog eine mächtige Unwetterfront herauf, aber gerade das gibt so manch einem Bild erst den richtigen Kick, ihr werdet es ja nachher selber sehen.

Schloss Moritzburg war ursprünglich ein Jagdhaus und sollte Dianeburg heißen. es entstand um 1600 und bekam seine heutige Form von August dem Starken im 18. Jahrhundert.






















Na, erkennt ihr die Treppe? Genau, DIE Treppe, auf der Aschenbrödel ihren Schuh verlor....


























Moritzburg ist und bleibt einfach wunderschön, aaaaber....

Ich hatte mich in diesem Jahr wirklich gut auf den Kurztrip vorbereitet und schon vorher jede Menge gegooglet. Und dabei habe ich etwas entdeckt, was selbst meine Eltern noch nicht kannten:
Das Fasanenschlösschen.

Das Fasanenschlösschen wurde in der 1728 angelegten Fasanerie gebaut und ich glaube einfach nur, weil man es konnte. Aus purer Lust am Leben und das merkt man in jedem Detail.
Es liegt 2,5 Kilometer von Schloss Moritzburg entfernt und ist per Sichtachse verbunden.






















Auf der rechten Seite im Bild seht ihr die Fasanenzucht unter den Netzen....



Das Fasanenschlösschen steht am Niederen Großteich Bärnsdorf. Hier wurde ein kleiner Leuchtturm errichtet und man hat sogar Seeschlachten nachgestellt.



Und was lernen wir daraus?
Egal in welchem Jahrhundert: Männer führen sich immer auf wie Kinder :-)

So ihr Lieben, heute etwas kürzer, aber hier liegen noch soooo viele Sachen, die noch erledigt werden wollen und der Sonntag ist nur noch soooo kurz...

Natürlich könne ich jetzt noch schreiben, schreiben, schreiben. Aber meinen Bildungsauftrag für heute habe ich ja erfüllt. Ich hoffe, ihr hattet Spaß! Und unterm Strich empfehle ich jedem, vielleicht mal eine Reise in diese unglaubliche schöne Region zu planen :-)


Sonntag, 19. Juli 2015

Willkommen in Elbflorenz

Guten Morgen und herzlich Willkommen!

Habt erst einmal herzlichen Dank für all die lieben Kommentare zu meiner Fototasche :-) Ich habe mich wirklich über jeden riesig gefreut und ich kann es nicht leugnen, ich bin schon stolz auf meine Fotobella :-)

Frauenkirche
Und wie ich es euch versprochen habe, kommt diesmal keine weitere Tasche. Nein, dafür der Grund, warum die Tasche so dringend fertig werden musste, denn ich wollte sie unbedingt auf diesen besonderen Kurztrip mitnehmen.

Daher sage ich nochmals: Herzlich Willkommen in Elbflorenz - Herzlich Willkommen in Dresden!

Ich gebe zu, als ich 2009 das erste Mal nach Dresden kam war ich schon skeptisch, was mich erwarten würde und ich hätte im Leben nicht mit diesem Zauber gerechnet, den dieser Schatz an der Elbe inne hat.

Dresden hat etwas mehr als 540.000 Einwohner und wurde 1206 n. Chr. erstmals erwähnt. Seine barocke und mediterrane Architektur sowie die Lage im Elbtal brachten der Stadt den Beinamen "Elbflorenz" ein.

Es ist ganz komisch, aber wenn ich in Dresden durch die Innere Altstadt gehe, dort wo Frauenkirche, Semperoper & co stehen, dann geht mir regelmäßig die Phantasie durch.
In Gedanken sehe ich dann die feinen Damen der Gesellschaft in ihren prächtigen Roben am Elbufer flanieren, höre das Getrappel von Hufen und rieche den unverkennbaren Duft von Pferden.
(Gut nur, dass es auch heute noch Pferdefuhrwerke gibt, die die Touristen durch die Stadt kutschieren, dann entspringt nicht alles meinem Hirngespinst :-))











Kurz gesagt, ich finde, dass man in Dresden die Vergangenheit und die Geschichte quasi vibrieren spürt.

Wie viele feine Herren haben sich wohl abends heimlich auf den Weg zu ihren Mätressen gemacht? Wie viele heimliche Intrigen wurden geschmiedet und wie viele heimtückische Morde begangen?

Hihi, ein Freund und ehemaliger Kollege von mir würde jetzt die Stirn in Falten legen und sagen: "Du bist doch auch nicht mehr ganz knusper!".

Macht aber nichts, ich finde so dann und wann darf man sich einmal von seiner Fantasie fortreißen lassen.

So, nun lasse ich euch mal mit den restlichen Bildern allein. Leider hat sich der Supersommer erst am Montag nach dem Kurztrip dazu entschieden, doch noch in diesem Jahr statt zu finden.... den blauen Himmel müsst ihr euch also an mancher Stelle denken!

Semperoper





Kath. Hofkirch
Residenzschloss

Stallhof

Taschenbergpalais





der "Goldene Reiter"
Liebesgrüße vom Elbstrand ;o)





Die Akademie der Bildenden Künste





















Kunsthalle



















Und hier noch einmal das Wahrzeichen schlechthin: Die Frauenkiche
Sie wurde von 1726 - 1743 nach Entwürfen von Georg Bähr erbaut und im zweiten Weltkrieg in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 schwer beschädigt. So schwer, dass das Konstrukt in den frühen Morgenstunden des 15. Februars in sich zusammen brach.

Der Wiederaufbau erfolgte in den Jahren 1994 - 2005.
Die Kuppel der Fauenkirche ist eine der größten steinernen Kuppeln westlich der Alpen. Und bei richtig schönem Wetter lohnt sich der Aufstieg allemal, der Blick von dort oben ist wirklich atemberaubend schön.






Auch die Häuser um die Frauenkirche herum, die unter anderem viele kleine Restaurants und Cafes beherbergen wurden sehr liebevoll restauriert.

1762 lies Friedrich August von Cosel - ein jüngerer Bruder des Kurfürsten - das nach ihm benannte Coselpalais erbauen. Es befindet sich direkt neben der Fauenkirche. Heute ist in das wirklich prächtige Gebäude ein excellentes Restaurant/Café integriert.




Hm, das Coselpalais ist sicherlich nicht eine der günstigsten Adressen zum Kaffee trinken, aber sicherlich eine der schönsten. Es gibt eine riesige Kuchenauswahl - jeden Morgen werden 39 hausgemachte Torten in den Kuchentresen gestellt - und man ist mit der Auswahl total überfordert!
Aber egal was ich bislang probiert habe: LECKER waren sie alle!
Sind Kenner unter euch - erkennt jemand das Geschirr? Genau! Im Coselpalais wird alles sehr stilvoll auf Versace-Geschirr serviert. Diese Tortenkunstwerke brauchen schließlich den entsprechenden Rahmen :-)

Jetzt möchte ich euch noch ein paar Bilder zeigen, von den liebevollen Details, die alles so stimmig machen, den meisten aber vermutlich auf den ersten Blick gar nicht auffallen.





Ist das nicht ein unglaublich schöner Briefkasten?





Und Straßenkunst oder Guerillaknitting gibt es auch :-)















So meine Lieben, wir sind am Ende unseres kleinen Stadtrundgangs. Ich war ja nicht zum ersten mal dort und habe natürlich noch Hunderte andere Bilder gespeichert, aber das würde jetzt echt zu weit führen.

Aber, zwei Schmankerln habe ich noch für euch, schließlich kann ich euch ja nicht mit leerem Magen entlassen.
Dresden hat mehrere Brauereien und dort kann man ganz ausgezeichnet Essen! Für mich ein absoluter Pflichtbesuch: Das Stammhaus der Feldschlösschenbrauerei:


Eine weitere Empfehlung: Das Brauhaus Watzke, direkt an der Elbe gelegen. Innen urig und gemütlich...

... und im Biergarten hat man diesen spektakulären Blick auf die Skyline von Dresden, mit dem ich mich für heute von euch verabschiede!





Ein P.S. muss noch sein, denn die Post hatte ein Einsehen und es kam endlich ein Überraschungspäckchen von der lieben Silke *klick* bei mir an.
Diesen wundervollen Taschenorganizer habe ich bekommen!!! DAAAAAAAAAAAAAANKE Du Liebe!


Und Bettina *klick* hat die Schmetterlingsanleitung mit mir getauscht.
Bekommen habe ich viele schöne Sachen, dabei auch den Badeschwamm, den ich mir schon sooo lange gewünscht hatte :-)

Vielen lieben Dank auch Dir für all die tollen Sachen!!!!